Österreich » Allergie verstehen » Allergischer Schnupfen » saisonale Allergien

saisonale Allergien

Allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen)

Die allergische Rhinitis ist die häufigste Immunkrankheit und eine der häufigsten chronischen Erkrankungen überhaupt. Fast jeder vierte Erwachsene in Europa ist davon betroffen. Die Erkrankung beginnt meist in der Kindheit und hat vielfältige Auswirkungen auf die Patienten, wie auf das Sozialleben, die schulische Leistungsfähigkeit und die Arbeitsproduktivität.

Viele andere Erkrankungen können durch die allergische Rhinitis ausgelöst werden,  Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Asthma bronchiale, Nahrungsmittelallergie, atopisches Ekzem (Neurodermitis).

Allergische Rhinitis (Heuschnupfen)

Pollenbedingte Rhinitis (Bäume, Gräser,Kräuter) beginnt in der Regel zunächst mit einem milden Kribbeln oder leichtem Juckreiz in der Nase, auf der Mundschleimhaut, im Rachen, in den Augen oder in den Ohren. Gelegentlich tritt auch ein Brennen auf der Zunge und der Mundschleimhaut auf.

Im weiteren Verlauf werden die Symptome stärker, Geruch- und Geschmacksinn sind eingeschränkt. Manche Allergiker bekommen heftige Niesanfälle und müssen bis zu zwanzigmal hintereinander niesen. Viele fühlen sich müde, schlapp und krank wie bei einer Erkältung. Diese Symptome sind darauf zurückzuführen, dass der Körper bei allergischem Schnupfen auf Hochtouren arbeitet, um die für das Immunsystem "schädlichen" Stoffe zu bekämpfen.

Allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Neben Niesreiz und Niesattacken sind juckende Augen eines der lästigsten Symptome des allergischen Schnupfens. Der starke Juckreiz wird durch Pollen oder andere Allergene in der Luft hervorgerufen. Die Augen röten sich und fangen an zu brennen. Häufig entwickelt sich eine Bindehautentzündung.

Mögliche Folgen

In vielen Fällen ist eine Pollenallergie mit einer sogenannten Kreuzallergie verbunden. Dabei geht es um eine Verwandtschaft zwischen Allergenen, die gleichzeitig in verschiedenen Blütenpollen oder in Pflanzenpollen und bestimmten Lebensmittel enthalten sind. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Birkenpollenallergie, die häufig mit einer Allergie auf Äpfel, Kern- und Steinobst gekoppelt ist.

Besonders gefürchtet ist der sogenannte Etagenwechsel, bei dem sich aus einem anfänglichen Heuschnupfen im Laufe der Zeit ein allergisches Asthma entwickelt. Schätzungen zufolge ist dies bei  20-50% aller Patienten der Fall, deren Symptome nicht oder nicht fachgerecht behandelt wurden. Deshalb ist eine frühe, konsequente Therapie erforderlich.